Nonie Darwish: Schluss mit dem Flüchtlingsstatus des palästinensischen Volkes.

Nonie Darwish über Frauenrechte
„The Israel Project“ veröffentlichten in ihrem Newsletter die Stellungnahme ihres Mitglieds Nonie Darwish.
Darwish wurde in Ägypten geboren und verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Gaza, wo ihr Vater als leitender ägyptischer Geheimdienstoffizier tätig war und später von der israelischen Armee getötet wurde.
Die Journalistin wanderte um ihren Ehemann, einen koptischen Christen, heiraten zu können 1978 in die USA aus, wo sie noch heute lebt. Sie betreibt das Internetportal „Arabs for Israel“ und hat im Januar 2009 ihr neues Buch „Cruel and Usual Punishment: The Terrifying Global Implications of Islamic Law“ veröffentlicht.

In ihrem aktuellen Kommentar, den sie zur freien Verwendung verfügbar macht, fordert sie ein Ende der arabischen Flüchtlingspolitik gegenüber den Palästinensern.

Nonie Darwish: Schluss mit dem Flüchtlingsstatus der Palästinenser.
Es ist für mich sehr schmerzhaft, die schwere humanitäre Lage im Gazastreifen mitansehen zu müssen, denn in den 1950er Jahren habe ich dort gelebt. Es gibt Nachrichtenberichte, die diese Situation allein den militärischen und wirtschaftlichen Sanktionen der Israelis gegen die Hamas zuschreiben. Sie erläutern jedoch nicht die Grundursachen: 60 Jahre einer arabischen Politik, deren Ziel darin besteht, den Status des palästinensischen Volkes als staatenlose Flüchtlinge aufrechtzuerhalten, um Israel zu schaden.

Als Kind im Gazastreifen in den 1950er Jahren erlebte ich die ersten Resultate dieser Politik. Ägypten, das damals den Gazastreifen kontrollierte, führte von diesem Gebiet aus Operationen im Guerlilla-Stil gegen Israel durch. Mein Vater war Kommandant dieser Operationen, welche von „Feddayeen“ („die sich selbst Opfernden“) ausgeführt wurden. Sie gehörten zur vordersten Front des arabischen Jihad gegen Israel. 1956 kam mein Vater im Verlauf eines von Israel geplanten Attentats ums Leben.

In diesen Jahren begann die arabische Welt mit ihrer palästinensischen Flüchtlingspolitik. Gleichzeitig verabschiedete die arabische Liga Sondergesetze bezüglich der Palästinenser, an die sich alle arabischen Staaten zu halten hatten. Danach sollten arabische Länder keine Palästinenser aufnehmen. Selbst wenn Palästinenser Bürger arabischer Staaten heirateten, konnten sie die Staatsangehörigkeit ihres Ehepartners nicht annehmen. Ein Palästinenser kann in einem arabischen Land geboren werden, aufwachsen und sterben, jedoch niemals dessen Staatsangehörigkeit erlangen. Noch heute erklären mir Palästinenser, dass sie von diesem oder jenem arabischen Staat keinen Reisepass erhalten können. Sie müssen Palästinenser bleiben, selbst wenn sie die West Bank oder den Gazastreifen nie betreten haben. Diese Politik der zwangsweisen Zuordnung einer palästinensischen Identität ist geschaffen worden, um die palästinensische Flüchtlingskrise aufrechtzuerhalten und zu verschärfen. Dasselbe gilt für die arabische Politik der Übervölkerung des Gazastreifens. Seit 60 Jahren werden die Palästinenser von den arabischen Nationen ebenso wie von palästinensischen Terroristen ausgenutzt, um das Ziel der Vernichtung Israels voranzutreiben.

Heute ist es die Hamas, welche ihre palästinensischen Brüder, Schwestern und Kinder für diesen Zweck missbraucht. Während sich die Führer der Hamas in wohl ausgerüsteten Bunkern und Tunneln verstecken, die sie vorbereitet haben, bevor sie Israel zum Angriff provozierten, sind die Palästinenser dem tödlichen Kreuzfeuer zwischen der Hamas und den israelischen Soldaten schutzlos ausgesetzt. Der Gazastreifen, in der Gewalt der Hamas, einer vom Iran unterstützten islamistischen Terrorgruppe, liegt in Trümmern.

Es ist das Ergebnis dieser 60jährigen arabischen Politik, dass der Gazastreifen zum Gefängnis für 1,5 Millionen Palästinenser wurde. Sie leiden, während – und weil – das Gebiet als Abschussrampe für Raketenangriffe auf die Zivilbevölkerung in Israel dient. Ihr Ziel sind – ohne Unterschied – israelische Schulen, Wohnhäuser und Geschäfte.

Mehr als zwei Jahre nach dem vollständigen Rückzug Israels aus dem Gazastreifen hat die Hamas diese Angriffe intensiviert. Mit dem Rückzug hatte sich unsere Hoffnung verbunden, dass dieser Schritt den Aufbau eines palästinensischen Staates in Gang setzen und zu einer friedlichen Zweistaatenlösung des israelisch-palästinensischen Konflikts führen würde. Damals wurde der „Kreislauf der Gewalt“ unterbrochen. Mit seiner zentralen Lage und den schönen Mittelmeerstränden hätte der Gazastreifen friedlich gedeihen können. Stattdessen entschied sich die Hamas für den islamischen Jihad. Die Hoffnung der Bevölkerung des Gazastreifens und der Israelis wurde mit Raketen auf Israel und Elend für die Palästinenser vergolten.

Die Hamas, eine Verbündete des Iran, ist nicht nur zur Gefahr für Israel geworden, sondern auch für die Palästinenser, für die benachbarten arabischen Staaten und für den Weltfrieden. Die Welt muss verstehen lernen, dass dieses gefährliche Chaos entstand, als sich 22 arabische Staaten darauf geeinigt hatten, den Gazastreifen in ein Gefangenenlager zu verwandeln. Die Medien auf der Welt müssen darüber berichten.

Diese arabischen Staaten behaupten, das Volk der Palästinenser zu lieben. Mir scheint sie vielmehr daran interessiert zu sein, es zu opfern. Wenn sie ihre palästinensischen Brüder lieben, müssen sie die Hamas unter Druck setzen, den Beschuss Israels mit Raketen einzustellen. Diese Angriffe erreichen nichts als Tod und Elend auf beiden Seiten.

Über kurz oder lang muss die arabische Welt den Status der Palästinenser als Flüchtlinge aufheben und damit auch ihren Wunsch aufgeben, Israel Schaden zuzufügen. Die 22 arabischen Länder müssen ihre Grenzen öffnen und die Palästinenser aus dem Gazastreifen absorbieren, die aufgenommen werden wollen. Für die arabische Welt ist es an der Zeit, den Palästinensern wirklich zu helfen, und sie nicht zu missbrauchen.


2 Antworten auf “Nonie Darwish: Schluss mit dem Flüchtlingsstatus des palästinensischen Volkes.”


  1. 1 freily 01. Februar 2009 um 2:45 Uhr

    Endlich jemand der den Mut findet die Wahrheit zu reden.
    Daß da unten etwas oberfaul ist kann man Erkennen, nur der wirkliche Beweggrund war nicht bekannt.
    So konnten die Europäer ihren Antisemitismus zu den Arabern exportieren und die sind dumm genug deswegen ihre eigenen Leute zu verheizen. Alles unter dem Vorwand, Allah zu dienen!
    Wie pervertiert der „zivilisierte“ Mensch in Wirklichkeit doch ist!
    Macht endlich Schluß mit dieser Heuchelei dem lieben G*TT einen Gefallen zu tun, ihr dummen Öl-Multis !!!

  2. 2 Karsten 10. Juni 2011 um 11:55 Uhr

    Interessanter Artikel.
    Was ich vermisse ist die Verantwortung des palästinensischen Volkes in diesem Drama.
    Soviel ich weiß ist die Hamas, deren Wahlprogramm die Tilgung Israels von der Landkarte vorsieht, doch von den Palästinensern selbst gewählt worden ?
    Das ist die Ursache im Palästina Konflikt und nicht eine böse Hamas die ihr unschuldiges Volk als Geisel nimmt.

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