Archiv für Januar 2009

Wo sind all‘ die Kommunisten hin?

Die Toten mahnen uns.

Mein Flügel ist zum Schwung bereit
ich kehrte gern zurück
denn blieb ich auch lebendige Zeit
ich hätte wenig Glück.

Gerhard Scholem, Gruß vom Angelus.

10.000, 12.000, 15.000, 20.000 – je nach Quelle variieren die Zahlen mit denen die Teilnehmer an der Luxemburg-Liebknecht Demonstration beziffert werden. Was zumindest offensichtlich scheint: Es waren zehnmal mehr als bei der Solidarität-mit-Israelkundgebung am Nachmittag. Auch der Besuch beider wäre problemlos möglich gewesen, die kommunistische Schwindsucht – die noch ärger ist als nur 90%, schließlich ist es nicht so, als hätte sich der Großteil der Teilnehmer auf der israelsolidarischen Veranstaltung auch nur annähernd kommunistisch verstanden – lag also nicht in der terminlichen Überschneidung begründet.
Tatsächlich war es viel eher so, dass die Gedenkdemonstration unwidersprochen einen breiten Palästina-Block hatte. Es war offensichtlich niemandem danach zumute, das zu skandalisieren, was doch offenkundig Skandal ist: Dass neben einem Banner, das die Unaufschiebbarkeit des Kommunismus postuliert, schon das Nächste das Recht auf Selbstunterdrückung in religiösen Zwangssystemen fordert.
Es ist wohl kein Zufall, dass es grade Luxemburg und Liebknecht sind, die Jahr für Jahr tausende zum Stalinistenkarneval anziehen: Gar zu unspektakulär wäre Marx Tod im Bett, sein spärliches und bürgerliches Ende auf dem Highgate Cemetary gegenüber dem revolutionären Blut, das Luxemburg und Liebknecht vergossen. Es ist das Lob des Märtyrers, das hier Palästinenser und Sozialisten eint. Die eigene Resignation, die Ohnmacht gegenüber dem System, verwandelt sich zur Verehrung dessen, was man an sich selbst noch erkennt:
Das Zerbrechen an der Gewalt, das Gebrochen-werden von der Gewalt, das sich im Tod zeigt, wird als Sieg umgedeutet, anstatt darin eben das zu erkennen, worin es eigentlich besteht: Das vollendete Scheitern des Einzelnen gegenüber dem Ganzen – das doppelte Verlieren im Sinne des Verlusts und der Niederlage.
Das Opfer trägt schon seiner Form nach den Zusatz „für“, wie die Unterstellung ihm läge ein tieferer Sinn zugrunde. Das unterscheidet es vom gänzlich sinnlosen Tod, der nichts mehr bedeutet als das Ende des Herzschlags, der Hirnfunktion und so schließlich das Verschwinden eines Menschen aus der Welt.
Darin liegt im besten Falle Tragik, niemals aber ein Sinn: Welcher Gewinn, der nicht in einer vernünftig eingerichteten Gesellschaft auch hätte anders erzielt werden können, läge darin, dass ein Mensch verschwindet – seinen Mitmenschen verloren geht?
Um diesen Gewinn herbeizufantasieren, muss man dem Kommunismus entsagen und sich stattdessen Ideologie und Religion verschreiben. Da muss es auf einmal etwas über dem Menschen geben, das es wert ist dafür zu sterben: Hier der Kommunismus, dort der Islam. Dieser Personenkult an jenen, die ihre „Eigentlichkeit“ dadurch beweisen, dass sie sich dem Sein zum Tode vollkommen ausliefern, macht es auch möglich, sich seine eigene Ohnmacht – die tatsächliche Uneigentlichkeit des Menschen in der Maschinerie – zu verleugnen und der eigenen Existenz somit durch das Opfer anderer Sinn zurückzugeben.
Und so zieht sich der Trauermarsch durch die Stadt – geeinigt in dem Glauben, der richtigen Sache schon alleine deshalb zu dienen, weil man sie mit einem Namen benennen kann. Hier ist Kommunist, wer sich Kommunist nennt, hier ist für den Frieden, wer es sagt, hier ist ein Jeder willkommen, der eine Idee benennen kann, die nur „eigentlich“ genug klingt – die Gemeinplätzchen, die hier gebacken werden, sollen nach dem schmecken, was ja „eigentlich“ das richtige ist – Frieden, Liebe, Kommunismus, Gemeinschaft, solange das Wort groß genug ist, was in die Welt gespien wird, kann ein jeder bereitwillig unterschreiben.

Der Tagesspiegel erfasst in seiner Bemühung, sich bürgerlich mit dem Thema auseinanderzusetzen den Kern der Demonstration, formuliert ihn aber als Kritik, in dem Glauben, das was hier stattfände sei nicht zutiefst systemaffirmativ. So schreibt er am 11.01, zitiert nach der Onlineausgabe:

„Der Mord an Liebknecht und Luxemburg ist eine deutsche Geschichtsstunde. Linke, die daraus lernen wollen, müssen zur Kenntnis nehmen, dass mit dem Abscheu über ihre Mörder die Unschuld nicht zurückkehrt, mit der 1919 über ein ganz anderes System nachgedacht werden konnte. Sozialisten und Kommunisten haben bewiesen, dass die Hölle auf Erden schafft, wer ein irdisches Paradies verspricht. Wer sich auf Luxemburg beruft, muss die Freiheit wollen. Und wer sie kritisiert, muss wissen, dass die demokratische Gesellschaft am Ende wäre, wenn in ihr der Traum von der Gleichheit nicht mehr geträumt würde.“

Dabei verkennt er, dass dieses Bewusstsein längst angekommen ist. Alle hier wünschen sich die Freiheit der gemeinsamen Unterdrückung in der jeweils richtigen Stagnation und sind Reformen, oder gar Revolutionen zutiefst abgeneigt. Ihr revolutionäres Moment gewinnen die Massen hier, egal ob Pelztragende Dame oder Herr mit Dackel und Jogginganzug nur noch daraus, dass sie sich den klingenden Namen geben und sich mit Gedenkmärschen versichern, auch das richtige zu denken: Die demokratisch-kapitalistische Gesellschaft ist eben nicht am Ende, weil alle nur das tun, was von ihnen verlangt wird um ihr Funktionieren zu gewährleisten: Sie träumen den Traum von Gleichheit, als ginge es nicht darum, eben diesen Traum als bloßen Schein zu entlarven und eine Versöhnung in der Differenz zu finden. Das Ungleiche aber, das sich nicht damit begnügt, seinen Traum von Gleichheit zu träumen, sondern sich seiner Differenz sehr wohl bewusst ist und sich nicht schämt sie zur Schau zu stellen, hat hier keinen Platz.

Diesen muss es später am gleichen Tage am anderen Ort, vertreten von anderen Menschen finden, die auch gänzlich andere Ziele haben als den Toten zu gedenken. Ihnen geht es um Solidarität mit den Lebenden – um Solidarität mit Israel und denen, die unter seinem Schutz dem Tod durch Verfolgung, der immer latent vorhandenen Möglichkeit der Katastrophe des Kapitalismus entgehen. Die wenigsten davon würden auf die Frage: „Sind sie Kommunist“ mit einem Ja antworten, und doch handelt ein jeder hier doch weitaus mehr im Interesse der Emanzipation, als das ein Liebknechtscher Nelkenträger vermochte.
In der deutschen Ideologie schon benannten Marx und Engels den Kommunismus als die wirkliche Bewegung, die den bestehenden Zustand aufhebe und wiesen es von sich, dass es sich dabei um eine Utopie handle, die hergestellt werden solle. Und auch wenn es nun nicht nur naiv, sondern geradezu bescheuert wäre zu glauben, es ginge Israel um den Kommunismus, findet doch sehr konkret der Versuch statt, die Menschen aus ihrer ideologischen Verfangenheit in überkommenen Vorformen und Hass auf die Moderne zu befreien. Nicht etwa aus Altruismus heraus, sondern aus dem reinen Wunsch zu überleben. Dass dabei Menschen sterben, ist weder schön, noch zu rechtfertigen. Dennoch handelt es sich bei ihnen nicht um Opfer für die größere Sache – sondern schlicht um Tote, deren Tod zähneknirschend und mit Trauer in Kauf genommen wird, in der Hoffnung, so zumindest das eigene Leben zu schützen.
Eine vernünftige Einrichtung von Gesellschaft würde genau das einfordern: Die Unmöglichkeit des Opfers. Da aber, wo Menschen bereit sind sich selbst zu opfern, bleibt dieser Weg versperrt – dort steht ein partikulares Interesse gegen ein anderes. Welche Interessen das sind, wird auch freimütig bekannt gegeben, wie beispielsweise im Bekennervideo von Madrid.
„Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod.“
Der Versuch, jene die das Leben wollen, am Leben zu halten und die Gesellschaft so umzuformen, dass ein Leben in dem ein Mensch postuliert, er liebe den Tod, nicht mehr möglich ist – das wäre die Aufgabe des Kommunismus. Stattdessen aber wird, statt dieses Projekt zu wagen, die Einigkeit im Tode gesucht. Im gemeinsamen massenhaften Gedenken, im Personenkult an die kommunistischen Märtyrer findet die Identifikation mit den Toten statt: Man pilgert massenhaft, statt in stiller Andacht mit lautem Tamtam zum Grabe und empfindet es als revolutionären Akt. Diese Umformung der trauernden Würde in den triumphalen Popanz denkt dabei stets die Frage mit, ob man selbst bereit wäre für die Sache zu sterben. So werden die roten Nelken am Fuße der Gedenkstätte der Sozialisten zum Sinnbild des Blutes, das stets neu vergossen werden muss, um sich der eigenen Richtigkeit gewahr zu werden – die Inschrift wird zum Leitspruch.
„Die Toten mahnen uns“ – und alles was sie hören, ist die Mahnung der Toten. Diese aber haben ihre Münder für immer geschlossen und schweigen. Die Mahnung des ohrenbetäubenden Schweigens, hallt in ihren Ohren wider als all das, was für jene, die diese Ordnung für erhaltenswert halten, nur weil es eben da sei, nur im Tode zu erreichen ist: Reine Ideen, unbefleckt vom materiellen Makel: Liebe, Freiheit, Recht, all die Versprechungen, deren systematisches Brechen das Argument wäre, das man gegen den Kapitalismus in Anschlag bringen müsste.
Gegenüber dieser Mahnung nehmen sie die der Lebenden kaum noch wahr. Weder die Bitte der Juden, man solle ihnen doch beistehen, wenn andere sie ins Meer treiben wollten, noch die der Palästinenser, die sich nach einem freien Leben sehnen. Das einzige was ihnen hörbar ist, bleibt die Stagnation: Die Stille der Toten, der Wunsch nach Sicherheit und im Bestehenden zu verharren, auch wenn dieses Bestehende doch nur noch die Flucht in den Tod lässt, will man sich selbst nicht mit dem Makel der Existenz und der Teilhabe am gesellschaftlichen Wahnsinn schuldig machen.
Statt den Wahnsinn zu verhindern, verhindern sie so lieber seine Änderung, gefangen gänzlich im deutschen Glauben ans Sein zum Tode. Soviel weniger ansprechend ist die Idee, für das Leben auf die Straße zu gehen, als für den Tod. Schließlich würde ersteres erfordern, einen Standpunkt zu beziehen.
Solange nur die Toten mahnen, bleibt der Kommunismus Utopie.
Da er aber dies nicht ist, sondern wirkliche Bewegung, enttarnt sich die Demonstration derer, die gemeinsam mit religiösen Märtyrern zu Grabmalen ziehen, um sich ihrer Identität zu versichern als das, was sie ist: Als Farce nämlich – Stalinistenkarneval.

Der Turmbau zu Babelfisch.

Vorsicht vor Fehlübersetzungen.

Was täten wir nur ohne Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann?
Sie fragen sich nun vielleicht, wer zur Hölle das sein soll. Bei den Beiden handelt es sich um absolute Vorkämpfer des Bildungsbürgertums. Nicht zuletzt dank ihnen ist inzwischen ganz Deutschland klar, was „in rezhim-e eshghalgar bayad az safhe-ye ruzgar mahv shavad“ bedeutet. Wer das nun nicht weiß, hat aber nun auch nicht unbedingt eine direkte Bildungslücke. Wichtig für eine deutsch-humanistische Erziehung ist es nur, zu wissen, was es nicht heißt. Und es heißt ganz eindeutig nicht „Israel muss von der Landkarte getilgt werden“, sondern nur, dass das Besatzerregime Geschichte werden müsse.
Auf der Homepage des Instituts für Friedensforschung Kassel findet sich dann dementsprechend auch noch heute eine Dokumentation des heroischen Engagements der beiden, die ihrerseits die Kopie eines Junge Welt Artikels ist.
Dass der Menschenfreund aus Teheran oder sein Regime irgendwelche Ambitionen hätten, Israel von der Landkarte zu tilgen ist darin selbstverständlich nicht mitgedacht.
Viel eher handelt es sich beim auf der „Eine Welt ohne Zionismus“ Konferenz geäußerten Satz um eine Erklärung der Menschenrechte der unterdrückten Palästinenser.
Inzwischen versuchen bellizistisch-antichristliche Nazikommunistenschweine schon wieder, den Iran mit Dreck zu bewerfen.
Bevor den internationalen Bemühungen um eine friedliche Welt also wieder von der zionistischen Weltverschwörung ein Knüppel zwischen die Beine geworfen wird, hier eine adäquate Übersetzung von Hossein Shariatmadaris Editorial, das unter anderem vom „National Council of Resistance“ des Iran hier veröffentlicht wurde. Die Übersetzung ist freigegeben auch zur kommerziellen Weiterverwendung durch die „junge Welt“.

“In Gaza, all of Islam has come head-to-head with all of infidelity. Bush is not Christian, Olmert is not Jewish, and Hosni Mubarak and King Abdullah are not Muslims. This is a war of opposing parties, just like the forced war [with Iraq] and the 33 day war [in 2006 in Lebanon]. Today, this war is in Gaza. As the Imam [mullah regime’s founder Khomeini] used to say, with the revitalization of true Islam of Prophet Muhammad, the Great Satan roared and issued a call to all the other big and small devils. … Now that the war in Gaza is the point of conflict for all of Islam against all infidels, why should the act of confronting the Zionists only be limited to the borders of occupied Palestine? Are the people of Gaza not representing the entire Muslim world in their fight with the Zionists? Therefore, offering broad support, including military support, to them is the duty of all Muslims and all Islamic countries. Today, the people of Gaza are on the front lines, but the war front is much larger than the internal confines of occupied Palestine. As such, attacking the backers of the Israeli military, i.e. its global and regional supporters, is an inalienable right of all Muslim people. Outside of occupied Palestine, the latter are easily accessible. Can one not easily attack some Arab leaders and US-imposed governments? The interests of the US, Britain, Germany, and other supporters of Israel, are easily accessible – or, we should say, they are “within range.” … The time to take revenge against the violent Zionists, these corrupt and destructive forms of disease, has finally come. … Therefore, the talk of a cease-fire only serves to grant an opportunity to carry out future crimes and has no other rationale.”

muss folgerichtig übersetzt werden:
„In Gaza begegnet die ganze islamische Welt der Ungerechtigkeit der westlich-kapitalistischen Länder. Bush ist kein Christ, Olmert kein Jude und Hosni Mubarak und König Abdullah keine Muslime. Das hier ist eben so ein Krieg wie schon der erzwungene Krieg mit dem Irak und der 33 Tage Krieg im Libanon. Heute ist dieser Krieg in Gaza. Wie der Imam zu sagen pflegte, brachte die Wiederbelebung des wirklichen Islam des Propheten Mohammed und somit der Versuch eines kulturellen Aufbaus fernab westlicher Dekadenz und Konsumsucht die gierigen, nimmersatten Westler gegen uns auf. Nun wo in Gaza ein Massaker sondergleichen angerichtet wird, wie kann da der Ruf nach Frieden an den Grenzen des besetzten Landes verhallen. Repräsentieren die Menschen Gazas nicht die Sehnsucht nach Freiheit, Liebe und Menschenrecht? Daher ist es die Pflicht aller Muslime und islamischen Länder ihnen breite Unterstützung im Kampf gegen die Menschenfeinde zukommen zu lassen. Heute findet der Krieg in Gaza statt, aber dort wird die zionistische Gier nach Expansion nicht aufhören. Es ist daher das Recht aller Muslime, sich gegen die zionistische Aggression, wo immer sie ihnen begegnet zur Wehr zu setzen. Ausserhalb des besetzten Palästinas sind die Kriegstreiber ungeschützt. Fällt es etwa nicht leicht einige arabische Kapitalisten und US-infiltrierte Regierungen anzugreifen? Die Interessen der USA, Großbritanniens, Deutschlands und anderer Unterstützer Israels sind leicht zugänglich… oder, sollten wir vielleicht sagen, in Kussweite. Die Zeit sich gegen die gewalttätigen Zionisten, diese konsequent arabische Menschen als Krankheit-ansehenden Menschenhasser zu wehren ist endlich gekommen. Daher müssen wir entschieden und mit einem Munde endlich gemeinsam ein Ende der Kampfhandlungen einfordern.

Auffällig ist auch, dass sich die Ausfälle zionistischer Verschwörer häufen. Schon vor wenigen Tagen musste Elder of Ziyon den missverständlichen Schriftzug des – auch in diesem Beitrag dokumentierten – Demotransparentes hinter Mostafa Mohammad Najjar, dem iranischen Verteidigungsminister korrekt übersetzen.
Hoffen wir, dass die Friedensforschung sich auch weiter gegen derartige Verleumdungen ausdrücklich zur Wehr zu setzen weiß.

Legitime Israelkritik weltweit auf dem Vormarsch.

Das Problem heißt Antisemitismus.

Da schafft es ein Indymedia Artikel in die Mittelspalte der Startseite, der sich selbst als Satire betitelt und als Aufhänger folgende Schlagzeile wählt: „[Gaza] Hoffnung auf Frieden wegen Indymedia“. Der Tenor, der ihm folgt ist einhelliger Applaus dafür, dass endlich das Dilemma der deutschen Linken thematisiert würde.
Da erkennen einige Bauernschlau, dass weder die antiimperialistischen Palästinafreunde noch die zionistischen Antideutschen Frieden im Nahen Osten bringen werden und freuen sich dann über ihre eigene Erkenntnisleistung, die ihnen ein unvoreingenommenes, objektives Verhältnis zum Konflikt in Nahost einbringt.
Ein Poster, der sich „unmögliche Traumfigur“ nennt garniert das Ganze dann mit einem Spritzer bornierter Pennälerironie, wenn er in einer Anlehnung an Escher ein „Eskalation“ betiteltes Bild postet, in dem die bürgerliche Binsenweisheit propagiert wird, dass ja jeder irgendwie Schuld habe. In diesem sicheren Wissen über die eigene Erleuchtung kann man sich dann auch vornehm jeglicher Parteinahme im Konflikt entziehen, sodass man unbefleckt von jedwedem moralischen Makel sich bequem in den Wahn des falschen Ganzen einfügen kann.
Die affirmative Logik, die dem Ganzen zugrunde liegt ist zugleich die Absage an jegliche Form der radikalen Kritik. Ihre Essenz lässt sich fassen im Satz, dass wenn jeder in seiner Spur läuft, schon alle irgendwie gut fahren werden.
Während also die einen für Palästina auf die Straße gehen, die anderen gegen Antisemitismus und für eine Solidarität mit Israel – was auch das Mindestmaß an Empathie verlangen würde, dass es bräuchte um sich in diesen Konflikt wirklich einmal von beiden Seiten hineinzufühlen – haben die Weisen von Kreuzberg-Neukölln schon längst ihre Gesinnungsjustiz zu einem rationalen Ende gebracht und entschieden, dass es daheim immer noch am Schönsten ist, um sich dann im Autonomen Zentrum ihrer Wahl einen Joint anzustecken und die Eiferer zu belächeln, die tatsächlich glauben wahlweise Israel oder Palästina eine Stütze zu sein.
Dabei wird beiden Seiten abgesprochen, tatsächlich Teil eines politischen Prozesses zu sein. Es ginge, so die einhellige Meinung, um eine Selbstinszenierung als „linke Szene“, die sich wahlweise in blau-weißem oder grünem Politkitsch gefällt, während man selbst schon längst erkannt hat, dass die einzig wahre Selbstdarstellung in schwarzen Kapuzenpullovern bestehen muss, schließlich wird die Revolution nur dann möglich, wenn alle eifrig aus Mülltonnen essen (linkssprech: dumpstern aka. Containern) und sich zu Solipreisen in Hausprojekten betrinken, um die jeweils letzte medientaugliche Inszenierung zu refinanzieren.
Dabei wird insbesondere die Bedeutung des Einforderns der Solidarität mit Israel massiv verkannt. Sie besteht nicht in der Aufforderung, sich eine Waffe zu greifen und bei der IDF tätig zu werden. Vielmehr ist in ihr schon die Erkenntnis enthalten, dass die eigene Position in diesem Konflikt eine zunächst beobachtende ist, in der nicht viel mehr möglich ist, als von seinen Zeitgenossen eine Einsicht für die Situation der vom Antisemitismus betroffenen zu fordern.
Dass nämlich nun die Frage, mit welchen Mitteln und wo Israel vorgeht eine sei, die nur verrückte Antisemiten und bellizistische Kommunisten etwas angeht, ist ein Fehlschluss, dem nur erliegen kann, wer bewusst die Augen verschließt vor den antisemitischen Auswüchsen der Gesellschaft, die der Konflikt bereits jetzt ans Tageslicht bringt.

Die Netzeitung lässt sich beispielsweise tatsächlich dazu herab zu schreiben:
„Der durch die israelische Offensive im Gazastreifen geschürte Hass droht sich in zunehmender antisemitischer Gewalt in Europa zu entladen.“
Für sie ist, mit anderen Worten, Israel schuld am Antisemitismus. Das verhält sich analog dazu zu behaupten, dass die türkische Politik zu rassistischen Übergriffen führt. Wenn hier Hatz auf jüdische Menschen gemacht wird, hält die Netzeitung das folglich, überspitzt ausgedrückt für eine Art der Israelkritik.
Der Focus hingegen kommentiert einen Anschlag auf eine Synagoge in Toulouse mit den Zeilen:
„Aufgrund eines Brandanschlags auf eine Synagoge in Frankreich wächst die Angst vor einem Übergreifen des Konflikts zwischen Israel und der Hamas auf Europa.“

Damit bewegt er sich eng an der Denke jener Intelligenzverweigerer, die sich in satirischen Tönen über die Aktivitäten der scheinbar homogen dogmatischen „deutschen Linken“ echauffieren. Was jedoch weder bei dieser Redaktion, noch beim Moderatorenkollektiv von Indymedia angekommen zu sein scheint:
Wenn ein Auto versucht, die Tür einer Synagoge niederzufahren und ein weiteres Auto voller Sprengsätze in der Nähe geparkt ist, dann handelt es sich nicht um einen Konflikt zwischen Israel und der Hamas.
Es handelt sich um einen Konflikt zwischen Antisemiten und Juden.
Der Anschlag in Toulouse ist nicht das einzige Ereignis dieser Art. Langsam sollte auch begriffsstutzigen Menschen und notorischen Vertretern der These, dass Israel nur ein Vorposten des US-Imperialismus ist klar werden, dass antisemitische Gewalt sich ’45 durchaus nicht in Luft aufgelöst hat.
In Brüssel versuchen einige Männer eine Synagoge anzuzünden, während sie auf niederländischen Demonstrationen den „Jood an het gas“, also die Juden ins Gas wünschen. Zur gleichen Zeit wird bereits in die Lebenswelt der Juden in Dänemark eingegriffen, wo jüdische Kinder inzwischen davor gewarnt werden bestimmte Schulen zu besuchen.
Während an der FU also zum Judenboykott aufgerufen wird, nun auch SMS Ketten zum Boykott von Aldi und Lidl veranstaltet werden, die angeblich ebenfalls die israelische Kriegspolitik unterstützen sollen und die Zahl antisemitischer Straftaten europaweit explodiert, schreibt die linke Intelligentia humorige, überparteiliche Analysen für Indymedia, das seinerseits fröhlich Antisemitismus ohne irgendwelche Einwände reproduziert, die über die „Keine inhaltliche Ergänzung“ Spalten hinauskämen.
Was es nun für einen diskursiven Zusammenhang gibt zwischen der Anschlussfähigkeit antisemitischer Thesen und dem Antizionismus ließe sich nicht zuletzt nachlesen in dieser Studie des Duisburger Instituts für Sprach und Sozialforschung. Dazu müsste man es aber zunächst einmal lesen oder zumindest wissen wollen.
Daran besteht für diejenigen, die antisemitische Position als belustigende Szenenarretei verharmlosen kein Bedarf, schließlich handelt es sich hierbei für sie um Szeneplänkeleien, über die eine postmodernistische linke Avantgarde selbstverständlich erhaben ist: Stets bereit den latenten Antisemitismus ihrer aktivistischen Hilfsideologen mitzutragen, die auch bisweilen gerne mal Mahnwachen gegen Antisemitismus angreifen, reflektieren sie unabhängig und überparteilich bei einer Flasche Sternburg und der jeweils neusten Jungle World über die Lächerlichkeit des Konfliktes der „Linken“, die sich doch nun mal bitte einig werden sollte, statt sich an Problemen aufzureiben, die die heile Szenewelt nichts angehen – wie eben dem Schicksal der Juden.
Wenn da nicht gerade der vertraute Kreuzberger Vegan-Dönermann von Vertreibung durch imperialistische Cocktailbars bedroht wird oder aber ein Hausprojekt verteidigt werden soll, wird in Autonomien gar nicht erst aufgestanden. Schließlich ist es ja am wichtigsten, den eigenen Betrieb am Laufen zu halten.
Ob die steten Lippenbekenntnisse gegen den Antisemitismus, die in jedem linken Projekt geleistet werden auch eine tatsächliche Bedeutung haben, wird sich in den nächsten Tagen an der Art zeigen, wie diese antisemitischen Ausbrüche kommentiert und dokumentiert werden.
Vermutlich wird sich aber weiterhin wenig hören lassen über die überall zunehmende Gewalt gegen jüdische Menschen und Antisemitismus generell , ausser dem stets aufs neue heruntergeleierten Sermon, dass das die Szene kaputtmachen würde.
Wobei sich dann allerdings endlich einmal zu fragen wäre, wieso denn bitte schön eine Szene, die daran kaputt geht Antisemitismus zu thematisieren, nicht kaputt gemacht werden sollte.

Menschenfreunde, kauft nicht beim Juden.

Gegen Rassismus und Diskriminierung. Yeah. Right.

Gegen Mitte bis Ende der Zwanziger Jahre begann eine später einflussreiche Protestbewegung ihrem wachsenden Unmut gegen die ‚Raffgier‘ einiger Personen Luft zu machen. Was verhalten begann, wurde später zu einer wahren Flut, die ihre Anschlussfähigkeit in die Mitte der Gesellschaft schließlich auch fand. 1933 war es dann schließlich soweit, dass Deutschland der Krieg erklärt wurde, woraufhin die Deutschen zu Abwehrmaßnahmen griffen. Diese Abwehrmaßnahmen, die ihrer Struktur nach gleich waren wie die „Proteste“ der späten Zwanziger Jahre, wurden später als „Judenboykott“ bekannt.
Einige Menschen würden nun anmerken wollen, dass hier wohl Details vergessen wurden, womöglich in böswilliger Absicht. Vielleicht würden einige sogar argumentieren, dass es diesen Krieg „Judäas“ gegen Deutschland eigentlich nie gegeben habe. Und sie hätten wohl recht damit.
Der Sachverhalt, bei Licht betrachtet – und dazu braucht es keine Glühbirne, schon fluoreszierende Algen würden reichen – stellt sich vielmehr so dar, dass in Folge des grassierenden deutschen Antisemitismus das „Jewish Board of Deputies“ zu einer Sondersitzung zusammenkommen wollte, um über Maßnahmen zu beraten (welche das sein würden, war zu diesem Zeitpunkt ohnehin noch nicht klar) . Das wiederum genügte dem Daily Express immerhin schon zur Schlagzeile „Judea declares war on germany“ , wobei im entsprechenden Artikel immer doch noch sehr deutlich herausgestellt wurde, wie sich die Sachlage eigentlich verhielt.
Da schon seit einiger Zeit der Boykott der Juden vorbereitet wurde, lieferte der Artikel einen ausgezeichneten Vorwand endlich gegen die „Greuelhetze“ der ausländischen Presse vorzugehen.
Der Boykott, der vom 01. bis zum 04. April andauerte, lief dementsprechend auch tatsächlich unter dem Motto „Wehrt euch!“. Die Bevölkerung, deren Gewaltpotential sich nicht in derartige Bahnen lenken ließ, plünderte während des Boykottzeitraums so auch einige Geschäfte. Dennoch wurde der Boykott am 04.04. aufgrund der relativen Gleichgültigkeit, die beim Einkaufen nach wie vor vorherrschte offiziell für beendet erklärt.
Nicht jedoch ohne Folgen. Firmen wie Karstadt entließen jüdische Mitarbeiter aus Angst davor, weiter wirtschaftlich in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Zahlreiche jüdische Kleinbetriebe wurden ausserdem trotz der kurzen Dauer des Boykotts ruiniert.
Gegen Mitte bis Ende der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts – also rund 80 Jahre später – macht sich nun eine neue Protestbewegung auf, das zu beenden, was von der NSDAP begonnen wurde. Als Ende 2008 Israel die Hamas aus heiterem Himmel angreift, findet sich eine breite Volksfront um der menschenverachtenden Politik des Judenstaates zu begegnen. Streng am Vorbild orientiert, nehmen sie sich zu Herzen, was Joseph Goebbels am 26. März 1933 in seinem Tagebuch vermerkt.

„Wir werden gegen die Auslandshetze nur ankommen, wenn wir ihre Urheber oder doch wenigstens Nutznießer, nämlich die in Deutschland lebenden Juden, die bisher unbehelligt blieben, zu packen bekommen. Wir müssen also zu einem groß angelegten Boykott aller jüdischen Geschäfte in Deutschland schreiten.“

Die Welt jedoch hat sich weiterbewegt. Deutschland denkt nicht mehr in nationalen Bahnen sondern hat längst die Chancen der Globalisierung für sich entdeckt: Es geht nicht mehr um den Schutz des Volkes, sondern aller Völker – man hat ja aus der Vergangenheit gelernt. Dementsprechend handelt es sich auch nicht mehr einfach um antideutsche „Greuelhetze“, die bekämpft werden soll. Es geht um’s Ganze – genauer: Um Kindsmord.

Als sei das Klischee, das Juden gradezu krankhaft Kinder töteten und gegebenenfalls ihr Blut tränken nicht bereits mehr als abgedroschen, können sich offenbar an der FU Berlin – dem zweiten Zuhause von Reuven Moskovitz, der sich auch stets fleißig an jüdischer Aggression abarbeitet – einige Menschen wirklich nicht dazu entblöden, es nicht wieder aus der Versenkung zu holen.
Oder willst du etwa Kinder töten?
Dementsprechend findet sich dann in den Mensen und an den schwarzen Brettern das hier dokumentierte Plakat, das dazu aufruft, keine Kinder zu töten (ein übrigens auch in Israel durchaus konsensfähiges Anliegen) und gleich die Anleitung dazu liefert, wie das genau funktioniert und wie ein Judenboykott aussehen muss, wenn man das Wort „Jude“ nicht in den Mund nehmen will.
Das System ist so einfach wie brilliant. Man pickt sich einfach einige Firmen heraus, die man als jüdisch identifiziert hat – sei es wegen jüdischer Menschen in den Vorständen oder wegen Handels mit Israel – und deklariert sie zu Unterstützern der israelischen Kriegspolitik. Da finden sich dann Namen wie McDonalds, Coca Cola, Nestlé und Vittel als Freunde des israelischen Krieges. Was genau sie damit zu tun haben, wird im Unklaren gelassen.
Das braucht aber auch gar nicht erklärt zu werden, denn schon längst wurde erkannt, dass es um eine gute Sache – nämlich den Schutz von Kinderleben – geht. Und wer wollte da schon widersprechen. Gegen Krieg, gegen Hetze und gegen Menschenverachtung wird wieder einmal zum Boykott aufgerufen. Nicht etwa derer, die den Krieg begonnen haben… sondern derer, die sich gegen ihn zur Wehr setzen. Begründungen wurden ohnehin noch nie benötigt um diese oder jene Firma zu boykottieren – es wird dort schon irgendwer Dreck am Stecken haben, schließlich stecken sie ohnehin alle unter einer Decke.
Zur gleichen Zeit werden die Adressen jüdischer Menschen, die sich politisch betätigen, veröffentlicht und so mehr oder weniger offen zur Hatz auf sie eingeladen.
Wenn Deutschland sich gegen Rassismus und Unterdrückung einsetzt, dann hat das eben immer seinen ganz besonderen Touch. Ebenfalls von der Gaza Demo.

Deutsches, Allzudeutsches.

Wenn Nietzsche das Verständnis der Schuld auf die Schulden[1], mithin also auf eine bestimmte Art der Vergesellschaftung zurückführt, kann er geradezu als Materialist gelesen werden.

In marxistischer Tradition begründet er das ideologische Geflecht als sich entwickelnden Überbau aus der Basis der ökonomischen Verhältnisse[2] und verzichtet darauf, „dem Tier Mensch“ eine allzu idealistische Basis zuzugestehen, auf dem seine Überzeugungen fußten.

Der materialistische Grund, auf dem Nietzsche sich an diesen Stellen bewegt, ist allerdings nur scheinbar abgesichert. Nur allzuschnell versinkt er wieder im tiefsten Morast deutscher Ideologie – und zwar nicht zuletzt da, wo er gegen die Deutschen polemisiert.[3]

So er nämlich den Deutschen zugesteht, sich mittels Foltern und Qualen ein Volk der Dichter und Denker zusammengeprügelt zu haben, verleiht er noch der barbarischsten Orgie nachträglich einen Sinn – womit er gleich im doppelten Sinne ins Deutsche zurückfällt: Zum einen in die hölderlinsche Barbarei, wenn er versucht die noch wenigen Errungenschaften der Zivilisation grade aus den Momenten herauszukehren, in denen die Menschheit sich am Nächsten ihrem Gegenteil zuneigte (und damit die Barbarei zur Grundlage der Zivilisation macht[4]), zum anderen mit Marx in die deutsche Ideologie der nachträglichen Sinngebung. [5]

Dadurch, dass er die Geschichte so zurechtdreht, dass die spätere Geschichte der Zweck der Früheren wird, abstrahiert er von der späteren Geschichte eine Bestimmung, die ihrerseits von den aktiven Einflüssen der früheren Geschichte auf die spätere abstrahiert. Würde Nietzsche sein Programm der materialistischen Analyse konsequent vollziehen, anstatt schlicht bei der etymologischen Verwandtschaft zwischen Schuld und Schulden zu verharren, würde er einräumen müssen, dass Geschichte letztenendes nicht etwa die Heranzüchtung eines Übermenschen sei, sondern jeweils nur besteht in der Exploitation der Materiale, Kapitalien und Produktionskräfte die von der vorhergegangenen Generation hinterlassen wurden. [6]

Diese pragmatische Herangehensweise nimmt der Geschichte ihre vorgebliche Sinnhaftigkeit und stürzt damit auch Nietzsches gesamten Ansatz, die Geschichte als den halbbewussten Weg zum autonomen Individuum zu verstehen. [7]

Vielmehr ist der Weg, den Nietzsche nachzeichnet, auch genau das, was er zu sein scheint – ein endloses Martyrium, das in keiner Weise etwas anderes hervorbringen wird, als „das Austernleben, (…), ihr Machwerk, das sie sich gestoppelt.“[8]

Letztlich stehen also die Marxsche Philosophie der Gesichts-,Sinn und Ziellosen Geschichte und Nietzsches Anschauung des sinnvoll erreichten Menschen trotz stellenweise gleicher Terminologie in einem extremen Gegensatz. Letztere setzt voraus, dass wirklich schon so etwas wie ein sinnvoller Zustand eines „Dichter und Denkervolkes“ geschaffen sei, das durch fortwährende Züchtigung das souveräne Individuum als reinste Frucht am Baum der Sittlichkeit hervorbringt.[9]

Was von der Idee eines derart „sinnvoll erzeugten Volkes“ – und damit der These – zu halten sei, bewies eben dieses Volk der „Dichter und Denker“ selbst hinreichend, als ihm die Aufhebung der Klassen- und Kapitalinteressen in der Volksgemeinschaft[10] gelang: Mit dem Eintritt Deutschlands in den Nationalsozialismus wickelt so letztlich die Wirklichkeit die letzten Versuche positiver Dialektik ab.

Fußnoten, Quellenangaben, Verweise

[1] Zur Genealogie der Moral, Seite 298

[2] Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Dietz Verlag, Berlin. Band 13, 7. Auflage 1971 – Seite 8/9 [Zur Kritik der politischen Ökonomie]

[3] Zur Genealogie der Moral, Seite 296

[4] Vgl. Friedrich Hölderlin – Hyperion an Bellarmin LIX, , J. G. Cotta’sche Buchhandlung, S. 112

[5] Karl Marx – Friedrich Engels – Werke, Dietz Verlag, Berlin, Band 31969 – S.45 [Die deutsche Ideologie]

[6] Ebenda.

[7] Zur Genealogie der Moral, Seite 293

[8] Vgl. Friedrich Hölderlin – Hyperion an Bellarmin LIX, , J. G. Cotta’sche Buchhandlung, S. 117

[9] Zur Genealogie der Moral, Seite 293