Die größten Spießer im Land.

Zwangsheteronormativierte Schönheiten des Fuck for Forest Projektes.

Erster und einziger Grundsatz der Sexualethik: Der Ankläger hat immer Unrecht.
- Theodor W. Adorno, Minima Moralia.

Wenn die deutsche Linke anfängt, von antisexistischen Freiräumen zu fabulieren, ist zumeist Vorsicht geboten. Was als Schutzraumgedanke sinnvolle Institution war und sich unter anderem in der Einrichtung von Frauenräumen ausdrückte, ist heute primär zum Lippenbekenntnis in Form “antisexistischer” Erklärungen in Gestalt von Anschlägen an Türen linker Projekte zu lesen. Der permanente Hinweis, sexualisierte Grenzüberschreitungen würden nicht geduldet, ist insofern schon von Anbeginn an der Gefahr der Lächerlichkeit ausgesetzt, als dass die sexualisierte Grenzüberschreitung durchaus toleriert wird, insofern sie in Maßen stattfindet: Das ist normal und ein Akt, der in anderen Zusammenhängen und Etablissements öfter einmal mit dem Schlagwort “Flirt” gekennzeichnet wird.
Konstitutives Merkmal dieses “Flirtens” ist die Bezugnahme auf die eigene sexuelle Identität, sowie auf den sexuellen Charakter des jeweiligen Gegenübers, der sich zunächst in seiner Körperlichkeit manifestiert. Problematisch wird es dort, wo aus den Grenzüberschreitungen regelrechte Sprünge werden – wo mithin also ignoriert wird, dass es durchaus Grenzen gibt, die im Zuge dieses Kennenlernaktes jedoch eingerissen werden.
Das unvermittelte Herantreten an eine Frau mit dem Satz “Geile Titten” beispielsweise vermittelt doch recht klar, dass es hier nicht etwa um ein beiderseitiges Abtasten geht und gehen soll, sondern vielmehr der andere – bzw. In diesem Fall DIE andere – als ausschließlich sexuelles Objekt gehandelt wird, dessen Gefügigkeit gegenüber der eigenen Sexualität schon vorausgesetzt wird.
Universelle Regeln dafür aufzustellen, welche Grenze wann überschritten darf und wann nicht, ist allerdings der Natur des Vorgangs nach unmöglich. Der oft getätigte Verweis auf die Nachfrage, ob man denn dürfe ist schon insofern obsolet, als dass auch eben diese Nachfrage durchaus bereits Grenzen überschreitet. Es muss an dieser Stelle nicht erst abgehandelt werden, wie frigid zwischenmenschliche Beziehungen notwendig werden, wenn jede Handlung die sexuell ausgedeutet werden könnte – vom in den Arm nehmen bis hin zum Kuss – wirklich immer erst erfragt werden müsste. Es genügt der Verweis darauf, dass es einem jeden offenkundig sein müsste, dass auch die unvermittelte Frage: “Hast du Lust mit mir zu schlafen” sehr wohl bereits arg in die Intimsphäre des Gegenübers vordringt.
Sich dem zu entziehen wäre nur möglich durch den Ausbau der Floskel ad infinitum: “Darf ich dich fragen, ob du Lust hast mit mir zu schlafen” wird zu “Darf ich fragen, ob ich dich fragen darf, ob du Lust hast mit mir zu schlafen” und so weiter.
Die Problematik der Grenzüberschreitung wird erst da wirklich zum Problem, wo eben sexistische Positionen auf das menschliche Feld sexualisierten Verhaltens treffen. Eine Linke, die sich aber per definition als antisexistisch wähnt, kann diesem Anspruch nur dadurch gerecht werden, dass sie in stetigen Schauprozessen nach Machart des “Haltet den Dieb” sich diese Identität selbst bestätigt.
Das Wesentliche über diesen Vorgang und die vernunftspottende Idee der Definitionsmacht wurde bereits im Bahamas Artikel über die “Infantile Inquisition” berichtet, der im Rahmen des anarchistischen Kongresses nun zu neuer Aktualität gelangt.
Ebenjener nämlich wurde gestern von seinen Organisatoren aufgelöst, da es nicht geleistet werden konnte “antisexistische Schutzräume zu schaffen”. Das heisst nicht etwa, dass der A-Kongress von einer Meute marodierender Vergewaltiger heimgesucht wurde, die hemmungslos über alles herfielen was nicht bei drei auf den Bäumen war. Vielmehr sah man sich mit der Aufgabe überfordert, die eigene kleinbürgerliche Moral zu überwinden, die sich am Anblick nackter “Fuck for Forest” Aktivisten entzündete.
Es sei eingeräumt, dass der Anblick nackter Körper nicht immer und für jedes ästhetische Verständnis angenehm ist – sogar das Zugeständnis sei gemacht, dass es sicherlich auch erotischere Darbietungen gibt als strippende Hippies die sich mit Fingerfarben ein “Thank you from Nature” auf die Brüste schmieren. Allein: Das sind Fragen der Ästhetik, über die nicht zu diskutiert werden bräuchte, gäbe es nicht die schwarzkapuzentragenden Wächter der Moral – hier sind nicht Mönche, sondern selbsternannte Autonome gemeint, was im Resultat das gleiche heißt.
Diese nämlich definierten so fröhlich vor sich dahin, dass es ihnen nicht einmal mehr auffiel, dass sie weit hinter bürgerlich-patriarchale Logik zurückfielen. Spätestens an dem Punkt, als Fuck for Forest vorgewurfen wurde, sie begünstigten Vergewaltigungen durch ihre Nacktheit, hätte noch dem Dümmsten klar werden müssen, dass hier auf dem Niveau eines Anwaltes argumentiert wird, der glaubt Miniröcke hätten seinen Mandanten zur Vergewaltigung regelrecht “provoziert”.
Dass die Debatte ohnehin dem lustfeindlichen Diskurs einer deutschen Linken entsprang, die das Kopftuch für einen Teil sexueller Emanzipation hält, wird spätestens dann offenbar, wenn die Sexualängste fast schon unverblümt eingestanden werden. Was sich auf dem Pranger im Treppenhaus des Bethaniens noch las als der Vorwurf an “Fuck for Forest”, sie propagierten sexuelle Befreiung sei nur durch “Hemmungsloses Herumgevögel zu erreichen”, liest sich bei Indymedia dann von einem “Oldschool Afa” wie folgt:

“Ich spreche hier nicht als „verklemmter“, nicht als „Spießer“ und auch nicht als „beleidigter queerer“; ich spreche hier aus Erfahrungen mit diversen Strömungen der Hippie-Kultur, dem Unverständnis als „heterosexueller“ sich diesen Dingen nicht unterwerfen zu wollen, als „Mann“, welcher sich nicht dauern nackt repräsentieren möchte und der „seinen Körper“ nicht „bedingungslos“ teilen möchte, da der körper der letzte private Raum in dieser durchkapitalisierten Welt ist, welcher aus Liebe geteilt werden kann, aber nicht durch „zwang zum sexuellen rudel-fick “ “

Dass niemand von irgendwem zum “sexuellen rudel-fick”(sic!) gezwungen wurde, ist ebenso gleichgültig wie die Tatsache, dass es alleine die Sache der Menschen von Fuck for Forest ist, wie SIE mit IHRER Sexualität umgehen. Die eigenen tiefsitzenden Ängste und der Neid auf die wahrgenommene sexuelle Übermacht derer, die sich nicht für ihren Körper schämen, äussern sich hier ganz im Stile des latent homosexuellen Homophoben, der wähnt jeder Schwule wolle ihn gleich “sexuell in den Arsch ficken”, um im sinnentleerten Jargon zu bleiben.
Statt aber auf diese Prudesse zu reflektieren, sich zu vergegenwärtigen, dass hier niemand zu irgendetwas gezwungen wurde – auch wenn gleichwohl der Vorwurf gemacht wird, die männlichen Mitglieder der Fuck for Forest Kampagne seien Vergewaltiger – wird zum Prozess geschritten.
Dieser dient einzig und allein dazu, die eigene Unsicherheit zu überspielen. Unser “Oldschool Afa” beispielsweise, sieht sich durch die Existenz nackter Menschen “zwanghaft einem Körpervergleich ausgesetzt”. Dass es dazu aber zunächst jemanden gibt, der den tätigen muss – und diese Person in erster Linie er selbst ist, leuchtet einem in Autonomien nicht ein. Einfacher und bequemer ist da die Projektionsleistung, eben diesen Vergleich den Leuten zu unterstellen, die ihn offenbar gerade nicht in Betracht ziehen oder so sie es tun, ihn zumindest nicht fürchten.
Er findet es vielmehr verwerflich, dass die Personen von Fuck for Forest nicht “hässlich” sind. Aus diesem unverblümten Eingeständnis, dass er den Anblick wohl als doch nicht so unschön empfindet, leitet er ab, dass sie “lookistisch” seien – auch hier ungeachtet der Tatsache, dass die Einteilung in “hübsch” und “hässlich” von ihm vorgenommen wurde.
Kurzum: Sexualneid, Projektive Meisterleistungen und Lustfeindlichkeit führten wieder einmal dazu, dass sich die deutsche Linke als das präsentieren konnte, was sie von jeher ist: Eine aus kommunistischem Interesse tunlichst zu meidende Veranstaltung von Verwaltern eigenen Elends – sei es sexuell, ökonomisch oder literarisch.
Die Ideologie bringt ein junger Identitätsantifa dann beim abschließenden Plenum auf den Punkt: “Wir sind hier ja nicht prüde. Es geht nicht darum, dass sie nackt sind, sondern wie sie nackt sind.”
Wie man jedoch nun aufrecht genug nackt ist, um die braven Deutschen nicht mit dieser unzüchtigen Darstellung zu verärgern, wurde offen gelassen. Vielleicht klärt darüber dann der nächste Reader des Antisexismusbündnisses Berlin auf.

Wer nun noch Lust hat, die Fuck for Forest Aktivisten und Aktivistinnen zumindest für diese unangenehmen Begegnungen mit einer Szene zu entschädigen, die sich anarchistisch schimpft:
Die Möglichkeit zur Spende findet sich auf ihrer Webseite.


33 Antworten auf “Die größten Spießer im Land.”


  1. 1 w 15. April 2009 um 22:15 Uhr

    da krank nur kurz:
    du benennst einige treffende punkte, aber beleuchtest nur die eine seite der medaille, so dass deine ausführungen zu identitärer pose (incl. spendenaufruf für diese vollspacken von fff) gerinnt.
    zb fällt bei dir weg:
    - dass die fff-gegner_innen auf dem kongress zt sexistisch + homophob gedisst wurden („kampflesbe“)
    - dass fff größtenteils gängigen heteronormativen porno + wursthaar produzieren, der die ganz normalen unterwerfungs- und gewaltverhältnisse reproduziert, die man aus dieser sparte kennt
    - dass nacktheit nicht per se emanzipatorisch ist, dahinter kann sich auch ein schlechter unmittelbarkeitskult verbergen (siehe lebensreformer-bewegungen anfang des 20. jahrhunderts)
    - dass die fff-leute gemeinhin sehr aggressiv auftreten und nach zeugenberichten oft leute, die auf trips sind, z.b. auf dem fusion-festival, versuchen vor die kamera zu bekommen. mir ist zumindest ein fall bekannt, wo eine person nüchtern bereute, dort mitgemacht zu haben

    damit fällt natürlich das schöne schwarz-weiß-bild – hier die linken spießer, dort die befreiten hedonisten – in sich zusammen. schade.

  2. 2 anti 15. April 2009 um 22:39 Uhr

    Netter Versuch, geht aber ein bisschen schon da am Thema vorbei, wo ich
    a) keine Sympathien für Fuck for Forest habe, ausser eben der des Mitleids, dass es da mal die falschen getroffen hat
    ich
    b) weder selbst Hedonist bin noch FFF für Hedonisten halte
    und
    c) deine „Gegenargumente“ gar nicht zur Debatte standen.

    Zu der ganzen Kampflesbengeschichte habe ich schon auf Indymedia einiges gesagt, nicht zuletzt nämlich, dass derartiges homophobes Gedisse einen Ausschluss zur Folge haben sollte. Nur: Es ist eben NICHT gesichert, dass es von Menschen von FFF kam, vielmehr scheint es so zu sein, dass das NICHT der Fall war.
    Warum FFF sich dafür verteidigen sollen, dass auch Arschlöcher für sie einstehen, ist mir nicht klar.

    Genauso geht mir das ganzen Gejammer über „heteronormativen Porno“ gehörig auf den Sack – und das ist ganz bewusst „heteronormativ“ formuliert.
    Um’s – nochmal – klar zu sagen: Sexualität ist PRIVATSACHE.
    Das heißt, wer auf heteronormative Pornos steht, soll sie sich auch anschauen. Wer auf homosexuelle Pornos steht, soll das schauen. Und wer gerne sieht, wie sich Leute gegenseitig in den Mund scheißen – ok, why the fuck not.
    Sexualität ist per se NICHT moralisch, sondern eben Sexualität. Solange sie im Einverständnis passiert, ist damit auch absolut ALLES in Ordnung.
    Wer sich auch nur annähernd als „emanzipatorisch“ versteht, sollte nämlich verdammt nochmal wissen, dass es weder verwerflich ist, dass Männer sich küssen, noch dass Frauen sich küssen, noch dass Männer und Frauen sich öffentlich küssen etc.pp.
    Das ist Sache der Beteiligten. Genauso wie es Sache der Beteiligten ist, woran man sich aufgeilt – sei es Pornos drehen oder Pornos schauen.
    Und ich hab mitnichten Lust auf eine Sittenpolizei die in „emanzipatorische“ und „unemanzipatorische“ Fickerei einteilt.

    Das gleiche gilt übrigens für die Nacktheit – die ist nicht nur nicht „per se emanzipatorisch“, sie ist überhaupt nicht emanzipatorisch. Ich habe auch keine Ahnung wie du auf die Idee kommst, ein Zustand des Angezogenseins (oder nicht angezogenseins in dem Fall) könne „emanzipatorisch“ (oder eben das Gegenteil davon) sein. Es ist auch nicht emanzipatorisch, wenn ich einen roten statt einem schwarzen Pulli anziehe. Aber – es ist einfach meine Sache und es ist definitiv NICHT „emanzipatorisch“ es mir zu verbieten, oder mich mit Gewalt vom Gelände zu werfen.

    Mit den anderen Vorwürfen halte ich es so, dass ich deshalb nicht auf sie eingehe, weil das nicht die Kritik war, die an ihnen geübt wurde. Sie wurden erst dann zum Problem, als sie nackt waren. Vorher hat sich keine Sau darum geschert, dass es vielleicht Vergewaltiger sind – was ein durchaus berechtigter und grober Vorwurf wäre (und ebenso Grund zum Rausschmiss.)
    Dieses Argument aber auf einmal aus dem Hut zu zaubern, wenn sich einer von ihnen auszieht, das kommt mir doch arg spanisch vor.
    Mit anderen Worten, es bleibt dabei:
    Da linke Spießer – und faschistoide dazu, wie ich anmerken möchte, mir ist jeder Spießer sympathischer als dieser beschissene Lynchmob, dort nervende, aber zumindest partiell sympathische Hippies.

  3. 3 w 15. April 2009 um 23:21 Uhr

    naja, ich gehe jetzt ins bett, darum nur zwei anmerkungen:
    - faschistoider lynchmob, der es nichtmal gebacken bekommt, 3 nackte hippies von einem gelände zu entfernen?
    - sympathische, wenn auch im verdacht der vergewaltigung oder zumindest massiver grenzüberschreitung stehende hippies?
    - aber der hauptdissens macht sich eh hieran fest:
    „Um’s – nochmal – klar zu sagen: Sexualität ist PRIVATSACHE.“
    das ist lächerlicher, ahistorischer und antiintellektueller unsinn. es gibt keinen richtigen fick im falschen. du klingst hier wirklich wie ein hippie: die leute sollen doch machen was sie wollen … als ob geschlecht, gender, sexualität und begehren nicht zutiefst gesellschaftliche kategorien wären, die dauernd im wandel begriffen sind und extrem zur stabilisierung bzw. reproduktion der gesamtscheiße beitragen.

  4. 4 anti 15. April 2009 um 23:45 Uhr

    Zu dem Lynchmob: Sympathischerweise ist ja nicht zuende gebracht worden, was man anfangen wollte…
    was die Hoffnung auf Restintelligenz in der politischen Linken macht, die aber anscheinend eben nur da auftritt, wo man sich tunlichst von dem was als Ideen angestrebt wird, distanziert.
    Zum Verdacht der Vergewaltigung oder massiver Grenzüberschreitung:
    Von welcher reden wir hier jetzt? Davon dass sich Leute ausziehen?
    Oder davon, dass sie Leute unter Drogen setzen und zu Pornos drängen?
    Ersteres ist weder Vergewaltigung noch Grenzüberschreitung, letzteres ist beides.
    Wenn letzteres der Fall ist, sollten sie runtergeschmissen werden.
    Aber jetzt erklär mir mal, wieso das bitte Leuten erst dann einfällt, wenn sie sich ausziehen?

    Und ja, Geschlecht, Gender, Sexualität und Begehren sind zutiefst gesellschaftliche Kategorien und im Wandel begriffen.
    Richtig. Und trotzdem ist jegliche Sexuelle Handlung in dem Moment wo sie begangen wird, eine Triebgeschichte und damit Privatsache der Beteiligten.
    Man kann diese Triebe dann auch noch reflektieren, sollte man bisweilen sogar, aber das hat gefälligst dann in einem Diskurs stattzufinden und mit einer guten Begründung.
    Dass Sexualität und die Art sie zu leben die Gesellschaft NICHTS angeht, dafür haben Homosexuelle, Transsexuelle und Transgender meiner Meinung nach zu lange gekämpft, als dass sie sich jetzt diesen Müll antun müssten, der wieder versucht ihnen vorzuschreiben, wie sie Sexualität leben sollen.
    Und ja: Die Leute sollen sexuell das tun was sie wollen, solange es im Einverständnis aller Beteiligten geschieht.
    Nochmal: ICH habe KEINE Lust auf Sittenpolizei, egal ob die sich emanzipatorisch schimpft oder nicht.
    Gesellschaftliche Verhältnisse die Sexismus reproduzieren wären anzugreifen, nicht aber Sexualität. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wenn man aber von BEIDEM keinen Begriff mehr hat – und den offenkundig auch gar nicht haben WILL, muss das natürlich dann darin enden, dass gefälligst alle ihre Sexualität normieren sollen auf das „dekonstruierte Maß“.
    Ich finde es übrigens gradezu hanebüchen, dass du das Wort „lächerlich“ auch nur in den Mund nimmst um nicht einmal eine Zeile später etwas zu schreiben wie:
    „Es gibt keinen richtigen Fick im falschen“
    Vielen Dank, aber ich kann auf die Leute die mir erklären, wie man „richtig fickt“ oder „falsch fickt“ gut verzichten. Ich vertrete nämlich die – offensichtlich lächerliche, antiintellektuelle und ahistorische (was auch immer das für ein Argument sein soll… ) – Auffassung, dass wie, wann wo und mit wem ich ficke, einzig mich und die Leute mit denen ich das tue etwas angeht.
    Vielen Dank, ich brauche kein Zentralkomittee für Sexualität die Sexualität noch mehr zwangsnormieren will als sie es ohnehin schon ist.
    Ich finde es faszinierend mit welcher Selbstverständlichkeit postmoderne Linke sämtliche Erfolge von Aufklärung, Feminismus und Homosexuellenbewegung einkassieren wollen um sie durch ein Wesen, an dem die Welt genesen soll zu ersetzen.

  5. 5 LOL 16. April 2009 um 7:57 Uhr

    Dass die Debatte ohnehin dem lustfeindlichen Diskurs einer deutschen Linken entsprang, die das Kopftuch für einen Teil sexueller Emanzipation hält

    lol, wer tut das? gib mal quellen an.

  6. 6 LOL 16. April 2009 um 8:04 Uhr

    Und trotzdem ist jegliche Sexuelle Handlung in dem Moment wo sie begangen wird, eine Triebgeschichte und damit Privatsache der Beteiligten.

    also auch eine vergewaltigung?

  7. 7 LOL 16. April 2009 um 8:08 Uhr

    Sympathischerweise ist ja nicht zuende gebracht worden, was man anfangen wollte…

    genauso kann ich sagen: sympathischerweise hat anti nicht die macht, „die deutsche linke“ (ergebnis seines wahns) dorthin zu schicken, wo er möchte: ins lager. oder oder oder …

    auch voll das „argument“, lol.

    morgen feierste dann wieder bürgerliche rechtsstaatliche standards ab. dazu nur: man muss ein vergehen schon begangen haben, um verurteilt zu werden. und man muss einem das sogar nachweisen!

    lange rede, kurzer sinn: mit deinem sie würden das sicher tun, wenn sie könnten, daher sind sie schuldig: lynchmob! „argumentierst“ du genau gleich wie jene, die vorab schon vergewaltigungen konstatieren.

  8. 8 w 16. April 2009 um 10:13 Uhr

    „Zu dem Lynchmob: Sympathischerweise ist ja nicht zuende gebracht worden, was man anfangen wollte…“

    ah, und woraus genau schließt du die absicht zu lynchen?
    klarer fall von lichtenhagen-relativierung.

    „Zum Verdacht der Vergewaltigung oder massiver Grenzüberschreitung:
    Von welcher reden wir hier jetzt? Davon dass sich Leute ausziehen?
    Oder davon, dass sie Leute unter Drogen setzen und zu Pornos drängen?
    Ersteres ist weder Vergewaltigung noch Grenzüberschreitung, letzteres ist beides.
    Wenn letzteres der Fall ist, sollten sie runtergeschmissen werden.“

    letzteres

    „Aber jetzt erklär mir mal, wieso das bitte Leuten erst dann einfällt, wenn sie sich ausziehen?“

    da glücklicherweise nicht alle leute, nicht einmal alle berliner, auf diesem kongress waren und daher die dortigen konflikte nicht mitbekamen, ist es durchaus nicht verwunderlich, dass manche leute das eben erst im nachhinein artikulieren.
    zudem wurde fff wohl schon desöfteren aus linken räumen in berlin verwiesen.

  9. 9 w 16. April 2009 um 10:34 Uhr

    „Und ja, Geschlecht, Gender, Sexualität und Begehren sind zutiefst gesellschaftliche Kategorien und im Wandel begriffen.
    Richtig. Und trotzdem ist jegliche Sexuelle Handlung in dem Moment wo sie begangen wird, eine Triebgeschichte und damit Privatsache der Beteiligten.“

    jegliche, also auch nicht einvernehmliche? oder handlungen, bei denen sich im nachgang eine der personen gedemütigt fühlt? oder handlungen, die z.b. nur aus einem emotionalen oder institutionellen (ehe) abhängigkeitsverhältnis begangen werden?

    mit dem begriff triebgeschichte liegst du übrigens durchaus richtig: triebe sind keine biologische konstanten, sondern nur als vermittlung von natur + gesellschaft zu denken

    „Man kann diese Triebe dann auch noch reflektieren, sollte man bisweilen sogar, aber das hat gefälligst dann in einem Diskurs stattzufinden und mit einer guten Begründung.“

    … und was ein diskurs ist, bestimmst du? oder wer?

    „Dass Sexualität und die Art sie zu leben die Gesellschaft NICHTS angeht, dafür haben Homosexuelle, Transsexuelle und Transgender meiner Meinung nach zu lange gekämpft, als dass sie sich jetzt diesen Müll antun müssten, der wieder versucht ihnen vorzuschreiben, wie sie Sexualität leben sollen.“

    dass es eine freiheit vom staat, von der gesellschaft, vom mob und den medien (siehe derzeit causa nadja benaissa) geben muss, ist klar.

    deswegen aber eine kritik der gegenwärtigen sexualität zu tabuisieren, ist lächerlich, vor allem wenn sie gegen die imperative der frauenbewegung (privat=politisch) auf das schweigen gegenüber der alltäglichen sexualisierten gewalt hinwirkt.

    dazu einige zahlen:

    http://www.bmfsfj.de/Publikationen/genderreport/10-Gewalthandlungen-und-gewaltbetroffenheit-von-frauen-und-maennern/10-3-Daten-aus-studien-zur-erhellung-des-dunkelfeldes/10-3-2-gewalt-gegen-frauen-und-maenner,seite=2.html
    „Sexuelle Gewalt seit dem 16. Lebensjahr wurde von etwa jeder siebten in Deutschland lebenden Frau (13 %) berichtet, wobei sich dieser Anteil auf eine enge Definition strafrechtlich relevanter Formen von sexueller Gewalt bezieht, die Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung umfasst. Wird eine breitere Definition verwendet, die auch schwere Formen von sexueller Belästigung mit nachfolgender körperlicher/sexueller Gewalt oder ernsthafter Bedrohung einbezieht, dann steigt dieser Anteil auf 34 Prozent an.

    Unterschiedlich schwere Formen von sexueller Belästigung in verschiedenen Lebensbereichen haben in der Studie insgesamt 58 Prozent aller befragten Frauen angegeben, wobei sexuelle Belästigung am häufigsten durch unbekannte oder wenig bekannte Personen an öffentlichen Orten oder im Kontext von Arbeit, Ausbildung, Schule oder Studium erfahren wurde (ebd.). Damit werden in der Tendenz frühere Studien zu sexueller Belästigung bestätigt, wonach Frauen in besonderem Maße sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erleben“

    natürlich soll kritik nicht personalisieren und sich deswegen nicht an einzelfälllen aufhängen und/oder ergötzen, sie sollte eher darauf zielen, die verwobenheit des sexualitäts- und geschlechter-regimes mit der reproduktion einer gewalttätig formierten gesellschaft begreifbar zu machen. also zb die verlängerung patriarchaler hegemonie ins private, die ausdehnung des leistungsprinzips in den sex, die enterotisierung und genitale fixierung als folge von arbeitsteilung, die ideologische trennung von homo- und hetero usw.

    „Gesellschaftliche Verhältnisse die Sexismus reproduzieren wären anzugreifen, nicht aber Sexualität. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wenn man aber von BEIDEM keinen Begriff mehr hat – und den offenkundig auch gar nicht haben WILL, muss das natürlich dann darin enden, dass gefälligst alle ihre Sexualität normieren sollen auf das „dekonstruierte Maß“.

    hast du solche angst dass dir jmd. deinen idyllischen heterosex wegnimmt oder gegen was redest du so vehement an?

    „Vielen Dank, aber ich kann auf die Leute die mir erklären, wie man „richtig fickt“ oder „falsch fickt“ gut verzichten. Ich vertrete nämlich die – offensichtlich lächerliche, antiintellektuelle und ahistorische (was auch immer das für ein Argument sein soll… ) – Auffassung, dass wie, wann wo und mit wem ich ficke, einzig mich und die Leute mit denen ich das tue etwas angeht.“

    niemand verlangt, dass du hier deine sex. aktivitäten beichtest, aber die erkenntnis, dass auch in die intimsten beziehungen macht und herrschaft einfließen dürfte nicht neu sein. im kommunismus gäbe es sicher eine andere sexualität/erotik. das hat übrigens wenig mit po-mo zu tun, kannst du alles in der krit. theorie nachlesen.
    anspieltipp: marcuce, herbert: triebstruktur und gesellschaft.

    „Ich finde es faszinierend mit welcher Selbstverständlichkeit postmoderne Linke sämtliche Erfolge von Aufklärung, Feminismus und Homosexuellenbewegung einkassieren wollen um sie durch ein Wesen, an dem die Welt genesen soll zu ersetzen.“

    das wesen hast du projektiv hinzugedichtet, und deine vereinnahmung feminist. und homosex. bew. für die ehrenrettung der zwangsheterosex. ist unlauter.

  10. 10 unkultur 16. April 2009 um 12:50 Uhr

    Bei der ursprünglichen Diskussion geht es in keinster Form um Politik, sondern um ein Lifestylebekenntnis: mit wem man sich umgibt, wer zur Gruppe dazugehören darf und wer nicht.
    Auf dem CSD können nackte Körper auf Wagen herumgefahren werden, auf der Loveparade gab´s das auch vor… äh… 20 Jahren. Dort kein Problem – bei diesem Anarchokongress aber scheinbar schon. Da Leute dort es dann nicht schaffen ihr Verständnis von Recht durchzusetzen, folgt im Nachheinein die verbale Abrechnung. FuckForForrest wird das reichlich egal sein, denn wer sich erst gar nicht an solchen Debatten beteiligt, wird auch nie mit Definitionsmacht behelligt werden. Und so werden die einen weiterhin brabbeln, dass man denn jetzt nicht nackt sein dürfe (mit garantiert Null praktischen Konsequenzen, denn die Rufe nach „rausschmeissen“ werden wie immer folgenlos bleiben), und die anderen Freaks wird´s auch weiterhin nicht kümmern.

  11. 11 blonk 16. April 2009 um 15:14 Uhr

    „Um’s – nochmal – klar zu sagen: Sexualität ist PRIVATSACHE.“
    das ist lächerlicher, ahistorischer und antiintellektueller unsinn. es gibt keinen richtigen fick im falschen. du klingst hier wirklich wie ein hippie

    Dir ist schon klar, dass grad die Hippies größtenteils der Meinung waren, dass das private politisch sein soll, und jede Bettgeschichte auf WG- und Guppenplena bis ins intimste Detail ausdiskutiert werden soll…

  12. 12 bigmouth 16. April 2009 um 15:37 Uhr

    was soll denn der hinweis auf die loveparade? ein anarchokongress ist doch ne ganz andere veranstaltung. das ist wie es merkwürdig zu finden, dass auf einem kindergeburtstag nicht die gleichen dinge erwünscht sind wie aufner bdsm-party.

    wenn ich zur loveparade gehe, weiß ich, was mich erwartet. nackte hippies dagegen war offenbar nicht teil der erwartungen und wünsche eines größeren teils der besucher

  13. 13 anti 16. April 2009 um 18:37 Uhr

    Und du findest es nicht selbst irgendwie seltsam, dass bei einem Anarchistenkongress das zum Problem wird, was selbst in bürgerlicher Tristesse schon Normalität wurde? (Und irgendwie auf der Loveparade auch keine Traumata auszulösen scheint, geschweige denn sich als Vergewaltigung qualifiziert?)

  14. 14 ♥Tekknoatze 16. April 2009 um 20:46 Uhr

    Findest du es nicht irgendwie seltsam, dass bei Kommunist_innen Gegenstände zum Problem werden, die selbst in bürgerlicher Tristesse schon Normalität wurden? Sowas wie Lohnarbeit, staatlicher Rassismus und so. Nur weil »sogar« die Bürgers irgendwas machen ist das noch kein Argument für nackt rumrennen, Depp.
    Mal abgesehen von den Unterschieden zwischen einer Veranstaltung, die schon unter dem Namen Loveparade läuft und einer vermeintlich inhaltlichen Diskussionsveranstaltung. Aber macht für dich ja alles keinen Unterschied mehr, deine Kritik gerint zur Verteidigung der bürgerlichen Gesellschaft, der Bahamas-Artikel stellt dafür immer noch das beste Beispiel dar.

  15. 15 LOL 16. April 2009 um 23:25 Uhr

    lohnarbeit ist privatsache! und zwar immer!

  16. 16 LOL 16. April 2009 um 23:29 Uhr

    >Verteidigung der bürgerlichen Gesellschaft

    was noch zu beweisen wäre; derweilen wirkt anti mehr auf haltlose vorverurteilungen zu stehen, stichwprt „lynchmob“ & „die deutsche linke“ hielte kopftücher für emanzipiert. nicht mal zu bürgerlichen standards reicht’s. ist wohl feudalist, lol. orientalischer wahrscheinlich!

  17. 17 LOL 16. April 2009 um 23:34 Uhr

    >Und du findest es nicht selbst irgendwie seltsam, dass bei einem Anarchistenkongress das zum Problem wird, was selbst in bürgerlicher Tristesse schon Normalität wurde?

    lass mich mal überlegen … was geht denn so alles auf kosten der bürgerlichen gesellschaft …

    ps: antisemitismus ist auch privat! was ich mit meinen hausjuden mache, geht dich drecksdeutschen wirklich nichts an!

  18. 18 Wendy 17. April 2009 um 5:27 Uhr

    „Um’s – nochmal – klar zu sagen: Sexualität ist PRIVATSACHE.“.

    …sagt einer, der nen zwei Seiten langen Hass-Artikel gegen Leute verfasst, die FFF rauswerfen wollten, weil halt ne ganze Menge Menschen keinen Bock auf „frei“ herumbaumelnde Schwänze und Titten hatten.

  19. 19 stellungsrepro 17. April 2009 um 20:08 Uhr

    hier ist ein ganz informativer artikel aus der taz, der die biolandpornos in punkto propagierung ungeschützten geschlechtsverkehrs usw. näher bespricht.

    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=tz&dig=2009%2F02%2F25%2Fa0066&cHash=965907e850

  20. 20 aergernis 18. April 2009 um 11:29 Uhr

    @ stellungsrepro:

    Was ist jetzt das Problem an Sex ohne Gummie?

  21. 21 stellungsrepro 18. April 2009 um 17:46 Uhr

    Das Problem ist die dadurch bestehende Gefahr ungewollter Schwangerschaften sowie der Übertragung von Geschlechtskrankheiten, insbesondere von HIV.

  22. 22 jensito 18. April 2009 um 18:55 Uhr

    Das ist zu katholisch!

  23. 23 lise 18. April 2009 um 21:03 Uhr

    warum nimmt anti denn keine stellung zu den vorwürfen?

  24. 24 Antifa-Papst 19. April 2009 um 20:44 Uhr

    Am einfachsten wärs wenn in Zukunft in den Einladungen zu Anarchistenkongressen, Antifatreffen usw. gleich ein Hinweis auf die Kleiderordnung abgedruckt wird, mit detaillierter Beschreibung welche Stellen bei Männern & Frauen jeweils verdeckt sein müssen. Und wer nicht mit hochgeschlossenem Kragen ankommt, hat dann eben Hausverbot. Als Orientierung können die tollen Mobi-Bildchen von (außer an den Sehschlitzen) ganzkörperverhüllten Antifakämpfern herangezogen werden.

  25. 25 anti 21. April 2009 um 23:09 Uhr

    Zunächst einmal: Es ist ziemlich interessant, Wendy, dass du nicht in der Lage bist zu unterscheiden, zwischen
    a) Sexualität und sexueller Gewalt
    b) Gewalt und Sexualität.
    c) Sexismus und Antisemitismus
    Daher noch einmal die feinen Unterschiede – weniger für dich, denn wer die Chuzpe aufbringt, so einen Müll zu posten ist vermutlich eh unbelehrbar, als vielmehr für alle denen es erspart bleiben soll über den Müll nachzudenken.

    1) Sexualität ist nur insofern Privatsache, wie sie im Einverständnis geschieht. Tut sie das nicht mehr, das heißt, reduziere ich einen anderen gegen seinen Willen auf das Objekt meiner Sexualität, wird das ganze zu einer Frage von SEXISMUS. Und der ist mitnichten Privat, sondern gesellschaftliches Problem.
    Dass du nicht in der Lage bist da zu differenzieren ist zwar nicht weiter verwunderlich, aber daher nicht minder ärgerlich.
    2) Was du mit deinem „Hausjuden“ machst ist ebensowenig deine Privatsache, wie es die Privatsache des Mackers ist, wenn er seine Frau vergewaltigt.
    Übrigens ist es auch keine Frage von „Sexualität“ wenn Leute irgendwo rausgeworfen werden, sondern eine von Gewalt.

    3) Übrigens: Der Unterschied zwischen Sexismus und Antisemitismus ist, dass letzterer auf die absolute Vernichtung zielt, ersterer auf die Verwertung zu Gunsten der eigenen Sexualität. Ist beides unangenehm und bekämpfenswert, aber beides in einen Topf zu werfen zumindest seltsam, weil es das übliche verwischen von Unterschieden betreibt.
    Da ich beides ähnlich verachtenswert finde, ist es mir im Endeffekt in dem Fall egal, aber seltsam ist es dann doch.

    Was „Stellungnahmen zu Vorwürfen“ anbelangt, sei doch noch angemerkt, dass ich nicht jedem postlobotomen Ideologen auch noch die Steaks vorwerfen muss, indem ich auch noch den letzten Müll kommentiere.

  26. 26 LOL 22. April 2009 um 8:13 Uhr

    he, ich bin NICHT wendy.

  27. 27 LOL 22. April 2009 um 8:27 Uhr

    >postlobotomen Ideologen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lobotomie

    LOL

    ***

    wieso ist sexismus ein gesellschaftliches problem? und v.a.: ist sexismus nicht gesellschaftlich hervorgebracht. aber schon klar, es geht ja um die „eigene sexualität“, was ja nahelegt, das da böse schurken unterwegs sind, die von der gesellschaft bekämpft werden müssen. du projizierst ein gesellschaftliches problem auf einzelne böse sexisten.

    >Was du mit deinem „Hausjuden“ machst

    naja, solange einverständnis vorliegt! LOL – die bemerkung zielte im übrigen auf diese deine bemerkung:

    Und trotzdem ist jegliche Sexuelle Handlung in dem Moment wo sie begangen wird, eine Triebgeschichte und damit Privatsache der Beteiligten.

    ***

    dass sexismus nicht auf vernichtung zielt, stimmt übrigens. das hat aber was mit dem thema generativität zu tun, reproduktion „des volkes“, und nicht mit „eigener sexualität“.

  28. 28 anti 22. April 2009 um 9:03 Uhr

    „wieso ist sexismus ein gesellschaftliches problem? und v.a.: ist sexismus nicht gesellschaftlich hervorgebracht. “

    Für dich ist Sexismus also eine Naturkonstante?
    Die Produktion und Reproduktion von Genderrollen hat nicht etwa etwas mit gesellschaftlicher Struktur zu tun, sondern ist vielmehr gradezu genetisch angelegt.
    Freilich: Dazu muss man dann natürlich ausblenden, dass zunächst ein erkenntnisprozess – dessen Voraussetzung wiederum Gesellschaft ist – ablaufen muss, um überhaupt die Kategorisierung in Geschlechter vorzunehmen, aber das ist ja dann egal letztlich.
    Wie du auf die Idee kommst, es ginge mir um den fiesen Einzelsexisten im Unterschied zur Normalen Sexualität, ist mir dann auch eigentlich schleierhaft.

  29. 29 LOL 22. April 2009 um 9:27 Uhr

    >ist sexismus nicht gesellschaftlich hervorgebracht

    ach, da fehlt ein fragezeichen – wie man auch meinen folgenden ausführungen entnehmen könnte („du projizierst ein gesellschaftliches problem auf einzelne böse sexisten.“), wenn man denn wollte.

    >zur Normalen Sexualität

    von „normal“ redest nur du. für einen lobotomie-fan nicht wirklich überraschend.

  30. 30 LOL 22. April 2009 um 9:32 Uhr

    ad „normal“:

    Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, daß sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen läßt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen, zu denen die Unwissenheit der Eheleute gehören kann, versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen.

    http://www.advokat-online.de/Recht_kurios/Familienrechtliches/Die_Pflichten_einer_Ehefrau___/die_pflichten_einer_ehefrau___.html

  31. 31 anti 22. April 2009 um 11:30 Uhr

    Wie du auf die Idee kommst ich sei Lobotomiefan ist mir eigentlich schleierhaft.
    Und dass normal da gebraucht wurde in Abgrenzung zu fies – mithin also in einem Satz, der darauf hinausläuft, dass ich diese Einteilung eh für nonsense halte, scheint dir auch zumindest so egal zu sein, dass du dich dennoch an dem Wort aufhängen kannst.
    Was mir aber grade nicht klar ist – wohin willst du überhaupt mit deinen „Erörterungen“?

  32. 32 hackepeter 19. Oktober 2009 um 12:00 Uhr

    leider kann ich dir via blogsport keine nachrichten schicken. deshalb hier als kommentar der verweis auf die testcard #17 (ventil Verlag: 978-3-931555-16-0)zum thema „sex“. ganz gute sammlung verschiedener texte. unter anderem „die linke und der sex“, „ladyfest goes sexparty“ usw usw.

  1. 1 geile titten… « monoman on air Pingback am 01. Juni 2009 um 12:02 Uhr
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