Übern Tellerrand geschaut.

Zwar nicht heimatlich, aber wenigstens nicht vom Ami.

Nachdem schon die Bonjour Tristesse einen kleinen Beitrag zum Juden des Fastfoods veröffentlichte, bemüht man sich jetzt bei der NPD Nachschub zu liefern für Dinge, denen man nichts schlimmeres antun kann, als sie zu zitieren. Abermals bemüht man sich um die nationale Fresskultur, namentlich im schönen Hermannsland.
Ihr Brief an McDonalds ist hier im Wortlaut dokumentiert.


NPD-Osnabrück schreibt McDonald`s

Dienstag, 19. Mai 09
McDonald`s Melle
-Geschäftsführung-
Industriestr. 14
49324 M e l l e

Betr.: Umweltschutz-Aktion unserer Partei

Sehr geehrte Damen und Herren,

im vergangenen Monat haben Umweltschutz-Aktivisten unserer Partei bzw. unserer Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ im Rahmen der Kampagne „Hermannsschlacht: 2000 Jahre Kampf gegen Überfremdung – für nationale Selbstbestimmung“ zwei Müll-Sammelaktionen durchgeführt, deren Erfolg an insgesamt drei prallen Müllsäcken abzulesen war, deren Inhalt vom Wegesrand, von Wald und Flur aufgelesen einer korrekten Entsorgung zugeführt wurde.

Aufgefallen ist unseren Aktivisten dabei, daß in bestimmten örtlichen Bereichen, die eine Nähe zu den Imbißbetrieben Ihrer Kette aufwiesen, der achtlos „entsorgte“ Unrat nicht nur besonders häufig festzustellen war, sondern daß in diesen Bereichen etwa 80 % des Unrates eindeutig als McDonald`s-Verpackungsreste zu identifizieren war.

Unsere Kampagnen-Leitung hat infolgedessen zwei neue Sammelaktionen, die sich auf die vorstehend beschriebenen Gebiete konzentrieren, beschlossen. Der Abschluß der Aktion soll am 13. Juni 2009 in Melle erfolgen. Dazu ist – Ihr Einverständnis vorausgesetzt – vorgesehen, daß wir Ihnen an diesem Tage zwei Plastiksäcke, deren Inhalt überwiegend aus McDonald-Verpackungsmüll bestehen wird, zur Entsorgung übergeben werden. Wir beabsichtigen nicht, abgesehen von Internet-Veröffentlichungen, die Aktion werbewirksam zu vermarkten. Vielmehr sind wir daran interessiert, daß der Konzern, dessen Franchisenehmer Sie vermutlich lediglich sind, erkennt, in welcher Weise er für die Verschmutzung unserer Landschaft verantwortlich ist. Wir erwarten von McDonald`s nicht, daß man sich ein Büßergewand umhängt, sondern nicht mehr aber auch nicht weniger, als daß man sich Strategien überlegt, wie man dem Übel zu Leibe rücken könnte.

Um Ihnen zu beweisen, daß unser Anliegen keinen vorverurteilenden Anti-Amerikanismus-, vielmehr einen Pro-Heimat Hermannsland-Hintergrund hat, bitten wir für den 13. Juni um Zubereitung von 30 Menues nach heimatlicher Art (Schweinebraten, Kartoffeln, Gemüse sowie Milch, alles aus heimischer Erzeugung) zum Preis von jeweils 20 Euro und entsprechende Reservierung in Ihrem Restaurant in der Zeit von 18 – 19 Uhr. Bei Erhalt einer Reservierungsbestätigung werden wir umgehend Vorauskasse in Höhe von 600 Euro leisten. Wiederverwendbares Geschirr und Besteck bringen wir selbstverständlich mit.

Mit freundlichen Grüßen

NPD-Osnabrück


2 Antworten auf “Übern Tellerrand geschaut.”


  1. 1 Analytics 21. Mai 2009 um 15:24 Uhr

    HAHA, das krautsche Pendent zur Mekka-Cola. LOOL.

    BTW, vom American Spectator über die Spesenkrise:
    „MPs‘ children are reported being pursued at school as the children of „thieves.“"

    Warum ich das hier schreibe? Wenn soetwas in GB möglich ist, in einem Land das 150 Jahre dem Kontinentalen Weltgeist getrotzt hat, dann stehen uns wahrhaftig rosige Zeiten ins Haus. Was mich zu meinem Kernpunkt führt. Anti, verzeih mir bitte, wenn ich dein Blog als Agitationsbasis gebrauche, aber, wenn wir realistisch sind, wird unsere Kritik vllt. Einzelne herauslösen, aber 99,99% der Adressaten werden weiterhin Taub bleiben, gestehen wir uns also ein, wenn DAS in GB möglich ist, ist Europa weitesgehend verloren. Das soll nicht heißen, das Kritik zu unterlassen wäre, nur… nennt mich ruhig verrückt, es wäre besser sich jetzt schon im aussereuropäischen Ausland umzusehen. Nur als tipp.

  2. 2 Norbert Burghart 24. August 2009 um 10:28 Uhr

    Mich würde mal interessieren, ob es dazu ein Antwortschreiben gibt, insbesondere wie Mc Donalds wohl mit der Bestellung umgegangen ist.

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