Kritik der Arbeit – Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat

Raffendes Kapital bei der Arbeit.

Fast die gesamte Gesellschaft klammert sich an die Sklavenparole „Die Arbeit hoch!“ Statt Reichtum für alle will man die gerechte Verteilung des Elends. Ob linke Globalisierungsgegner, christliche Sozialethiker oder faschistische Produktivitätsfanatiker: Helfershelfer bei der Rettung der Arbeit soll der Staat sein, der den zügellosen, nicht dingfest zu machenden Marktkräften den Betrug an der „ehrlichen Arbeit“ verunmöglichen soll. Statt Gesellschaftskritik zu üben werden Ressentiments geschürt. In dem Vortrag soll verdeutlicht werden, was solch ein Bewusstsein mit dem Antisemitismus zu tun hat und wie es sich im Alltagsverstand und der Populärkultur – etwa in Filmen wie „Animal Farm“ oder „Pretty Woman“ – niederschlägt.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien, Herausgeber von „Postnazismus revisited. Das Nachleben des Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert“, Mitherausgeber von „Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer“ und Autor von „Fetisch & Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus“.

Ort: HU Berlin (Unter den Linden 6), Hörsaal 3038
Zeit: Di, 2.7.2013, 20h


1 Antwort auf “Kritik der Arbeit – Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat”


  1. 1 blub 13. Juni 2013 um 18:51 Uhr

    Wie sehen eigentlich Antideutsche Wachstumskritik?

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